Hohe Rhön oder Kuppenrhön — wo Ihr Quartier am besten steht

Die Rhön teilt sich grob in zwei Lagen, und die Wahl entscheidet über den Charakter Ihrer Übernachtung. Die Hohe Rhön rund um die Wasserkuppe — mit 950 Metern der höchste Punkt des Mittelgebirges — bietet Quartiere auf offenen Hochflächen, weit oben und mit langem Blick. Gersfeld auf der hessischen Seite liegt direkt am Fuß der Wasserkuppe, Bischofsheim in Bayern am Kreuzberg. Wer es etwas geschützter mag, sucht sein Zimmer in der Vorderen Rhön oder Kuppenrhön, wo die Landschaft aus einzelnen Bergkegeln und Tälern besteht. Orte wie Hilders, Tann nahe der thüringischen Grenze oder Fladungen im äußersten Norden Bayerns liegen tiefer, sind windgeschützter und meist ein paar Grad milder als die Kuppenlagen. Für Ihr Motorradquartier heißt das: oben Panorama und rauer Charme, unten Ruhe und mildere Nächte.
Woran Sie ein gutes Rhön-Quartier erkennen

Die Rhön trägt den Beinamen Land der offenen Fernen, und das ist wörtlich zu nehmen: Die Hochflächen sind weitgehend baumlos, der Blick reicht weit. Das bringt zwei Dinge mit sich, die Sie beim Buchen bedenken sollten. Erstens das Wetter — oben ist es rau, Nebel und kühle Böen sind auch im Sommer keine Seltenheit, und der Winter kommt früh. Eine trockene Unterstellmöglichkeit für die Maschine ist hier mehr wert als anderswo. Zweitens die Dunkelheit: Die Rhön ist als Sternenpark ausgewiesen, einer der wenigen Landstriche Deutschlands mit wirklich dunklem Nachthimmel. Wer auf der Hochebene übernachtet, bekommt Sterne zu sehen, wie sie im Ballungsraum längst verschwunden sind. Dazu kommt der Charakter der Häuser: In der Rhön dominieren bodenständige Gasthöfe mit deftiger, regionaler Küche statt Designhotels — ehrlich, warm und auf Wanderer wie Fahrer eingestellt. Rund um den Kreuzberg gehört das Klosterbier ebenso zur Einkehr wie die Rhöner Wurst. Die gesamte Region ist zudem UNESCO-Biosphärenreservat, was das Landschaftsbild ruhig und wenig zersiedelt hält.
Ein Standort für alle drei Länder

Die Rhön ist ein Dreiländereck: Bayern, Hessen und Thüringen stoßen hier auf engem Raum zusammen. Genau das macht sie zum idealen Basislager-Revier. Von einem gut gewählten Quartier in der Hohen Rhön erreichen Sie alle drei Landesteile mit kurzen Anfahrten, ohne jeden Abend das Zimmer zu wechseln. Ein Standort um Gersfeld, Bischofsheim oder Hilders liegt so zentral, dass sich Runden nach Norden ins thüringische Umland, nach Süden ins fränkische und nach Westen ins hessische Vorland gleichermaßen anbieten. Historisch verlief hier die innerdeutsche Grenze — die Gedenkstätte Point Alpha zwischen Rasdorf und Geisa erinnert daran und liegt für viele Quartiere in bequemer Reichweite. Für mehrere Tage lohnt es sich deshalb, ein festes Basislager zu nehmen und die Rhön sternförmig zu erkunden, statt sich durch wechselnde Unterkünfte zu hangeln. So sparen Sie Umpackzeit und kehren abends immer in denselben vertrauten Gasthof mit sicherem Stellplatz für die Maschine zurück.

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